
Gegründet wurde die Blindenfußballmannschaft von St. Pauli im Mai 2006 von Katja und Michael Löffler. Vom Amateurbereich des Vereins wird sie mit viel Enthusiasmus unterstützt. Sie kann an der Blindenfußball- Bundesliga teilnehmen und bekam sogar ihr eigenes Turnier: Das Blindenfußball-Masters „Keep your mind wide open“, das jährlich auf St. Pauli ausgetragen wird. Daneben organisiert das Team zusammen mit dem LIONS Club Neumünster-Holsten das jährliche Pfingstturnier in Neumünster. Der FC St. Pauli hat als einziges Team einen weiblichen Kapitän. Die Stärke des Klubs ist sein großer Kader – und sein weiblicher Trainer, der viel Fußballverstand hat und fußballerische mit emotionaler Kompetenz verknüpft. Aktuell hat der Klub drei Spieler im Kader der Nationalmannschaft.
![]() |
| carsten kobow/dfb |
Auf St. Pauli, unweit vom Millerntorstadion, fand der vierte und damit letzte Spieltag der Blindenfußballbundesligasaison 2010 statt. Dabei konnte der amtierende deutsche Meister, MTV Stuttgart, mit zwei Siegen zum Abschluss verlustpunktfrei den Titel erneut erringen und seinen ärgsten Verfolger, ISC Viktoria Dortmund, mit einem Sieg im direkten Duell auf Distanz halten, so dass für die Westfalen lediglich die Vizemeisterschaft vor dem dritten aus Berlin blieb.
![]() |
| carsten kobow/dfb |
Die Blindenfußballbundesliga geht am Wochenende in die letzte Runde ihres dritten Jahres. Die Torflut hat nachgelassen. 41 Toren am ersten Wochenende in der Halle folgten 33 in Würzburg und 23 Anfang Mai. In Hamburg stehen noch einige reizvolle Paarungen auf dem Programm. Mit einem echten Mittelfeldduell beginnt der Samstag, wenn Saar/Braunschweig auf Würzburg trifft. Beide sind mit sechs Punkten Tabellennachbarn. Während aber die SG zu Beginn ihre Punkte sammelte, holte Würzburg alle Zähler in Marburg. Der Aufschwung des Teams dürfte nicht zuletzt auf die Verstärkungen aus Köln zurück- zuführen sein. Auf beiden Seiten stehen Nationalstürmern wie Schäfer und Niehaus in Nordlohne und Bergmann starke Torhüter gegenüber.
Wie auch in den vergangenen Jahren lockte das „Lichtkick-Turnier“ in diesem Frühjahr zahlreiche Mannschaften des deutschen Blindenfußballs nach Neumünster. Nicht nur die neun Teams, welche in dieser Saison am Liga-Geschehen teilnehmen, traten zum Spiel um den alljährlichen Wanderpokal an, sondern auch die beiden in dieser Saison pausierenden Mannschaften aus Köln und Mainz waren mit von der Partie.
Heinrich Niehaus ist 26 Jahre alt und wohnt in Oldenburg. Im Laufe des Jahres wurde der Wirtschaftsingenieur mehr und mehr zur tragenden Säule des Spiels seines Klubs FC St. Pauli. So wurde auch Ulrich Pfisterer auf ihn aufmerksam und nahm ihn mit nach Nantes und Griechenland. Wir sprechen mit Heinrich nach dem Nationalmannschafts-Lehrgang in Essen am 14. und 15. November.